17.03.2019

Aktion "Danke Schiri" ehrt zwei herausragende Schiedsrichter aus dem Kreisgebiet

„Danke Schiri“ ist eine Gemeinschaftsaktion des DFB und seiner Landesverbände mit der DEKRA. In jeder Saison können die Kreisschiedsrichterausschüsse des NFV in den Kategorien „Schiedsrichterin“, „Schiedsrichter bis 50 Jahre“ und „Schiedsrichter über 50 Jahre“ jeweils eine Person als ihre Siegerin und Sieger küren. Sie werden mit einer Urkunde und einem Anerkennungspräsent des DFB ausgezeichnet. Bei der Auswahl kommt es gar nicht entscheidend auf die Einsatzhäufigkeit an. Daneben können andere Kriterien wie die Hilfe bei der Nachwuchsgewinnung- und ausbildung, bei der Betreuung junger Schiedsrichter oder auch ein besonderes soziales Engagement gewürdigt werden. 

„Danke Schiri“ ist eine Gelegenheit, einmal die Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter in den Mittelpunkt zu stellen, die unermüdlich für die Abwicklung des Spielbetriebs, für den Zusammenhalt in der Schiedsrichtergemeinschaft oder für die Nachwuchsarbeit im Einsatz sind, dabei aber nie auffallen und meistens auch gar nicht auffallen wollen.

Im Fußballkreis Jade-Weser-Hunte wurden jetzt mit Thorsten Thomas in der Kategorie „Schiedsrichter bis 50 Jahre“ und Armin Gelnar im Bereich „Schiedsrichter über 50 Jahre" zwei Unparteiische im Rahmen dieser Aktion ausgezeichnet.

Thorsten Thomas, der für Eintracht Sengwarden pfeift, ist trotz einer Gleichgewichtsstörung ein sehr aktiver Schiedsrichter und leitet im Schnitt immer über 60 Spiele pro Saison. Seit dem Frühjahr 2011 widmet er sich der Schiedsrichterei und hat inzwischen über 370 Partien geleitet. Außerdem ist er bei fast allen Lehrabenden dabei und beteiligt sich aktiv und unterstützend bei allen Veranstaltungen.

Der 49-Jährige bietet Mitfahrgelegenheiten zu Lehrabenden und Lehrveranstaltungen an und ist Pate bei der Unterstützung von Jungschiedsrichtern bei ihren ersten Pflichtbegegnungen. Bei Lehrgängen und Fortbildungsveranstaltungen beteiligt sich Thorsten bei der Organisation und trägt so zum Erfolg der Veranstaltungen bei.

Thorsten leitet seine Spiele mit einer Einhandgehhilfe. Er ist dabei sehr lauffreudig und wird auf dem Platz voll akzeptiert. Trotz seiner Gehbehinderung hat er großen Spaß an seinem Hobby und ist durch sein ganzes Verhalten und Wesen ein Vorbild für alle.


Thorsten Thomas bei seiner Ehrung durch Dennis Hohmann (re.) und Alexandro d`Andrea (li.)
vom Kreisschiedsrichterausschuss.

Zum anderen ist Thorsten ist sehr engagiert im Behindertensport und hat hier seit mehreren Jahren verschiedene Aufgaben übernommen. Bereits seit 2002 agiert er als Sportabzeichenprüfer. Drei Jahre später übernahm er das Traineramt für die ESV/GPS Jadekicker. 26 behinderte Menschen, die von der Gemeinnützigen Gesellschaft für Paritätische Sozialarbeit in Wilhelmshaven betreut werden, kicken in diesem Team, das in der Behinderten-Fußball-Liga Niedersachsen regelmäßig Fußball spielt.

Des Weiteren leitet er seit 2008 die Badmintonabteilung des ESV Wilhelmshaven, organisiert den "Tag des Mädchenfußballs", bietet Fußballkurse über die Lebenshilfe für Kinder und Jugendliche mit herausforderndem Verhalten an und fungiert seit dem vergangenen Jahr als Vertrauensperson für den Werkstattrat einer großen Behinderteneinrichtung in der Jadestadt.

Auch im Schulbereich engagiert sich der C- und B-Lizenzinhaber in seiner Freizeit. Er leitet die Arbeitsgemeinschaft Badminton in einer Schule und ist eingebunden in die Organisation und Durchführung der Schulfußballwettbewerbe der dritten bis sechsten Klassen in seiner Heimatstadt.

Armin Gelnar (52) hat erst relativ spät zum Schiesrichterwesen gefunden. Seinen Anwärterlehrgang absolvierte er „erst“ mit 43 Jahren im Jahr 2010. Er ist der beste Beweis dafür, dass man auch in diesem Alter noch den Einstieg als Unparteiischer wagen und vor allem eine Leidenschaft darin finden kann. Armin hat jedes Jahr kontinuierlich seine Einsatzzahlen gesteigert. In den letzten Jahren hat er im Durchschnitt 60 Begegnungen in jeder Saison geleitet, was deutlich über dem Durchschnitt liegt.

Armin genießt in seinen Spielklassen bei den Mannschaften sehr große Akzeptanz, sodass er mit ganz wenigen persönlichen Strafen auskommt. Sein Charakter ist eher zurückhaltend und niemals fordernd. Er leitet die Spiele als „Spielbegleiter“ und stellt sich nicht in den Mittelpunkt. Seit 2014 ist er auch als Futsal-Schiedsrichter regelmäßig im Einsatz. Für ihn gibt es keine uninteressanten Spiele; er wird in allen Spielklassen an der Basis als Schiedsrichter eingesetzt. Obgleich in seiner höchsten Spielklasse keine Kreisleistungsprüfung vorgeschrieben ist, nimmt er an dieser regelmäßig teil und besteht sie ohne Probleme. 

In seinem Verein, SW Oldenburg, beteiligt Armin sich seit vielen Jahren als Pate für Jungschiedsrichter und begleitet seine Schützlinge zu ihren ersten Einsätzen. Durch seine sehr umgängliche und menschenfreundliche Art schafft er es, dem Nachwuchs seine Nervosität zu nehmen und sie durch wertvolle Tipps schnell für den Spielbetrieb tauglich zu machen.

Er geht in seinem Verein in die Mannschaften und wirbt aktiv für die Teilnahme an Schiedsrichter-Anwärterlehrgängen. Armin hilft somit mit, dass das Schiedsrichter-Soll in seinem Verein erreicht wird. In den Gruppenarbeiten der Lehrabende wirkt er sehr motivierend und trägt somit zum Gelingen des Lehrabends durch seine aktive Mitarbeit bei. Wenn immer er Zeit hat, springt er in Notsituationen kurzfristig als "Feuerwehrmann" ein.


Dennis Hohmann (re.) sowie Fabian Becker (li.) vom Kreisschiedsrichterausschuss nahmen die Ehrung von Armin Gelnar vor.

Armin Gelnar organisiert von seinem Wohnort Hatten Fahrgemeinschaften zu den Lehrabenden und ermöglicht somit den jungen Nachwuchsschiedsrichtern seines Vereins die Teilnahme a den Lehrabenden. Bemerkenswert ist, dass er seit seinem Anwärterlehrgang in 2010 nur an drei Lehrabenden gefehlt hat. Er ist ein sehr gewissenhafter Referee, welcher stets bestrebt ist sich weiterzubilden. In seinem Verein ist er sich nicht zu schade, bei Spielen in unteren Jugendmannschaften (z.B. bei der E- Jugend) als Spielleiter zur Verfügung zu stehen.

Er ist in der Gruppe der Schiedsrichter voll akzeptiert und seine Meinung hat, obwohl er nie höherklassig gepfiffen hat, großes Gewicht. Er arbeitet sehr gewissenhaft und setzt gestellte Anweisungen umgehend um. 

Text: Jürgen Hinrichs                                                                                                                     Bilder: Kreisfußballverband

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Seite zuletzt aktualisiert am: 21.04.2019

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