26.03.2019

Aktion "Danke Schiri": Verbandssieger Thorsten Thomas fährt zum Festakt nach Frankfurt

Nach seiner Wahl zum Bezirkssieger in der Aktion „Danke Schiri“ (Kategorie Unter 50) wurde Thorsten Thomas jetzt auf der zentralen Veranstaltung des NFV am vergangenen Wochenende auch Verbandssieger. Zusammen mit den beiden anderen Verbandssiegern Horst Hansmann aus dem Kreis Wolfsburg (Kategorie Ü 50) sowie Susanne Dombeck-Schröder aus dem Kreis Hameln-Pyrmont (Kategorie Schiedsrichterinnen) hat er die große Ehre, den NFV im Mai beim großen zentralen Festakt des DFB in Frankfurt am Main zu vertreten.

„Die Aktion ,Danke Schiri` ist die wichtigste Ehrung, die es deutschlandweit für Schiedsrichter gibt“, so NFV-Präsident Günter Distelrath in der DEKRA-Niederlassung Hannover. Dort fand am letzten Samstagvormittag die feierliche Auszeichnung der zwölf Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter statt, die in den vier Bezirken zum Sieger gekürt wurden. Es sind Unparteiische, die sich seit Jahren und Jahrzehnten durch besonderes Engagement im Fußballsport hervorheben. Und im Rahmen von „Danke Schiri“, der Gemeinschaftsaktion des DFB und seiner Landesverbände mit der DEKRA, erfahren diese Schiedsrichter für ihren Einsatz eine große Wertschätzung.

Die Auswahl für die drei Landessieger fiel dem NFV-Schiedsrichterausschuss um Obmann Bernd Domurat und Organisator Jens Goldmann, wie jedes Jahr, nicht leicht – im Prinzip könnte man alle zwölf Bezirkssieger nach Frankfurt entsenden. Die drei Verbandssieger erhielten den speziellen Applaus aller Anwesenden, darunter die Bezirks- und Kreisschiedsrichter-Obleute und Uwe Töllner, stellvertretender Leiter der DEKRA-Niederlassung in Hannover.


NFV-Präsident Günter Distelrath (re.) überreicht Thorsten Thomas die Urkunde für den ersten Platz auf  Landesebene in der Kategorie U50.

Die Vorstellung der einzelnen Sieger aus den Bezirken übernahmen in überaus launiger Art und Weise die Bezirksschiedsrichter-Obleute Georg Winter (Weser-Ems), Berthold Fedtke (Lüneburg), Stefan Voth (Braunschweig) und in Vertretung Bernd Brüggemann (Hannover). Dabei erfuhren die Anwesenden, warum die zwölf Unparteiischen prämiert werden. Da ist zum Beispiel die 17-jährige Fenja Bookjans (Kreis Peine), die bereits seit fast vier Jahren als Schiedsrichterin tätig ist und sich besonders um (noch) jüngere, neue Unparteiische kümmert. Und, zwei Generationen zurück: Da ist der fast 80-jährige Heinz Heil (Emsland), seit 1967 Referee und bis vor einem Jahr noch selbst aktiv auf dem Platz. Sein Spitzname bei den Vereinen „Sir Heinz“ – denn er brauchte nie eine Karte. Vor „Sir Heinz“ hatten alle Respekt, und er löste Konflikte erfolgreich mit dem Wort.

Da ist Osman Vaybil, auf den Sportplätzen in und um Hannover als „Ossi“ bekannt, für den 100 Spiele pro Saison gar nichts sind. Oder Thorsten Thomas (Kreis Jade-Weser-Hunte), der seit einem Unfall gehandicapt ist, seine Spiele mit einer Gehhilfe leitet und sich in Wilhelmshaven sehr für behinderte Fußballer einsetzt, unter anderem als Trainer und Betreuer der Jadekicker Wilhelmshaven. 

Des Weiteren ist er seit 2008 für die Badmintonabteilung des ESV Wilhelmshaven verantworlich, organisiert den "Tag des Mädchenfußballs", bietet Fußballkurse über die Lebenshilfe für Kinder und Jugendliche mit herausforderndem Verhalten an und fungiert seit dem vergangenen Jahr als Vertrauensperson für den Werkstattrat einer großen Behinderteneinrichtung in der Jadestadt.
 

Auch für den Bezirksentscheid wurde Thorsten Thomas in Hannover durch Dennis Hohmann (NFV-Kreis Jade-Wese-Hunte), Bernd Domurat (Vors. NFV-Schiedsrichterausschuss), NFV-Präsident Günter Distelrath, Georg Winter (Vors. Schiedsrichterausschuss NFV-Bezirk Weser-Ems) und DEKRA-Vertrter Uwe Töllner geehrt.

Auch im Schulbereich engagiert sich der C- und B-Lizenzinhaber in seiner Freizeit. Er leitet die Arbeitsgemeinschaft Badminton in einer Schule und ist eingebunden in die Organisation und Durchführung der Schulfußballwettbewerbe der dritten bis sechsten Klassen in seiner Heimatstadt. 

Seit dem Frühjahr 2011 widmet er sich der Schiedsrichterei und hat inzwischen über 370 Partien geleitet. Außerdem ist er bei fast allen Lehrabenden dabei und beteiligt sich aktiv und unterstützend bei allen Veranstaltungen.

Imke Hinrichs (Kreis Harburg), Verbandssiegerin bei den Schiedsrichterinnen, stammt aus einer echten Schiedsrichterfamilie (Vater, Onkel – alle Unparteiische), kümmert sich trotz zweier kleiner Kinder erfolgreich um den Schiedsrichter-Nachwuchs und engagiert sich in ihrem Heimatverein. 


Gruppenbild mit den zwölf Bezirkssiegern vor der DEKRA-Niederlassung in Hannover.

Man spürte es an diesem Tag: Die Schiedsrichter sind eine große Familie, und NFV-Präsident Günter Distelrath bezeichnete sie in seiner Laudatio als „hervorragende Repräsentanten der niedersächsischen Fußballfamilie“. DEKRA-Vertreter Uwe Töllner bekannte offen: „Meine Hochachtung vor Ihrem Job. Ich ziehe meinen Hut.“ Und die große Familie, die geht nach den feierlichen Stunden bei der DEKRA auch noch nicht auseinander. Zum Programm am Nachmittag gehörte ein abwechslungsreicher Besuch des NDR-Landesfunkhauses Hannover, und dabei ging es in der Diskussion mit Redaktionsleiter Wort Holger Ahäuser – natürlich – im Schwerpunkt um die Sportberichterstattung und den Fußball. Ein Ball verbindet. 

Text: Marco Haase (NFV), Jürgen Hinrichs
Bilder: Marco Haase (NFV)

 

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Seite zuletzt aktualisiert am: 21.04.2019

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