09.12.2018

Ehrenamt wird großgeschrieben im friesischen Fußball

Zu einer kleinen Feierstunde hatte der NFV-Kreis Jade-Weser-Hunte nach Neustadtgödens eingeladen. Andreas Schumacher, stellvertretender Vorsitzender des Fußballkreises, ehrte im Rahmen der DFB-Ehrenamtsaktion mehrere Fußballer aus dem Altkreis Friesland.
Begrüßen konnte er auch den Kreisvorsitzenden Manfred Walde, den Ehrenamtsbeauftragten Thorsten Böning sowie Herman Wilkens, NFV-Ehrenamtsbeauftragter. Sie gingen in ihren Ansprachen ausführlich auf das Ehrenamt ein und bedankten sich bei den Preisträgern für ihre Arbeit.
Felix Agostini vom TuS Obenstrohe, ist der Ehrenamtspreisträger im Altkreis Friesland. Im Frühjahr 2017 wurde er angesprochen, ob er Interesse hätte, Vorstandsaufgaben im Verein zu übernehmen. Felix Agostini hat mehrere Projekte von der Idee bis zur Vollendung praktisch allein durchgeführt. Sein größter Verdienst in seiner kurzen Amtszeit ist ganz zweifelsfrei, dass er der Fußballabteilung wieder Leben eingehaucht hat. Vom reinen Verwalten ist der TuS weder hin zum Gestalten gekommen. Bei allem, was Felix macht, steht immer der Fairplay-Gedanke im Vordergrund. 
Zunächst entwickelte er eine Online-Mitgliederumfrage, um zu erfahren wo den Mitgliedern der Schuh drückt. Diese Umfrage und die sich daraus ergebenen Maßnahmen stellte Felix im April 2018 auf dem Markt der Möglichkeiten vom NFV in Wolfsburg als "Best Practice"-Beispiel vor. Durch die Ergebnisse der Umfrage wurden speziell im Jugendbereich einige Umstrukturierungen durchgeführt, die dazu geführt haben, dass speziell die Eltern viel besser integriert werden konnten. Die Arbeit läuft jetzt viel ruhiger und strukturierter ab. Dann brachte Felix das Projekt "Stickerfreunde" auf den Weg, das kurz vor der Vollendung steht. Es werden rund 350 Mitglieder der Fußballabteilung in dem Heft abgebildet sein. Er organisierte zudem den Familienfußballtag: Durch seine guten Kontakte zu Werder Bremen konnte Felix Agostini zwei Spielerinnen der Bundesliga-Frauen für ein Probetraining gewinnen. Außerdem organisierte er das DFB Mobil, das DFB-Fußballabzeichen (80 Teilnehmer) und gab der Veranstaltung das Motto "Alkoholfrei Sport genießen". Rund. 800 Besucher machten die Veranstaltung zu einem vollen Erfolg. Im Anschluss hatte der Verein einige Neuanmeldungen im Bereich des Kinderfußballs. 
Neben der Ehrenurkunde erhielt der Ehrenamtspreisträger eine Einladung zu einem „Danke-Schön-Wochenende“ vom 8. bis zum 10. März 2019 im Sporthotel Fuchsbachtal in Barsinghausen. 
Im Rahmen des Ehrenamtswettbewerbs "Fußballhelden" wurde Jan Rappert, der auch im TuS Obenstrohe aktiv ist, ausgezeichnet. Das Förderprojekt richtet sich an Kinder- und Jugendtrainer sowie Betreuer im Alter von 16 bis 30 Jahren. Bereits 2014 stieg er bei seinem Club ins Traineramt ein.
Nach einer Zeit als Co-Trainer übernahm er den 2008er-Jahrgang in alleiniger Verantwortung. Nicht nur der sportliche Erfolg zählt für das Team von Jan Rappert, auch außerhalb des Fußballfeldes er seine "Truppe" zusammen. Zahlreiche Aktionen wie Mannschaftsfeiern, Begleitung der Herrenspiele als Einlaufkinder, Besichtigung des Weser-Stadions und in diesem Jahr die Fahrt nach Dänemark zum Vildbjerg-Cup sind für ihn wichtige Aktionen, um den Kindern Spaß am Teamsport zu vermitteln. Durch das Vorleben des Fairplay-Gedanken ist es Jan Rappet gelungen, die Eltern mit einzubinden und eine besondere Atmosphäre bei den Spielen und im Training zu erzeugen. 
In diesem Jahr hat der Obenstroher Fußballer zudem das Amt des stellvertretenden Jugendleiters übernommen. Damit fördert er noch intensiver die Jugendarbeit und das Vereinsleben beim TuS Obenstrohe. Neben einer Ehrenurkunde erhielt Jan Rappert einen Fußball für seine von ihm betreute Mannschaft. Vom 27. bis zum 31. Mai 2019  darf er auch an einer sportlichen Bildungsreise des DFB nach Barcelona  teilnehmen.

Auszeichnungen im Rahmen der Ehrenamtsaktion 2018 im Altkreis Friesland, der im Juli 2018 in den neuen Fußballkreis Jade-Weser-Hunte aufgegangen ist (v.l.): Thorsten Böning (Ehrenamtsbeauftragter), Andreas Schumacher (stv. Vors.), Martina Wieting-Grone (TV Neuenburg), Felix Agostini (TuS Obenstrohe), Birgit Groh (FSV Jever), Jan Rappert TuS Obenstrohe), Thomas Uphoff (FC RW Sande), Hermann Wilkens (NFV-Ehrenamtsbeauftragter) und Manfred Walde (Kreisvorsitzender).

Eine DFB-Armbanduhr mit Urkunde erhielten Tina Wieting-Grone vom TV Neuenburg, Birgit Groh vom FSV Jever sowie Thomas Uphoff vom FC RW Sande-Cäciliengroden. 
Tina Wieting-Grone ist ein Vorbild, wenn es darum geht, darzustellen, wie Menschen ihr Leben dem Ehrenamt widmen können. Zusätzlich zu den ganzen Tätigkeiten im TV Neuenburg ist sie noch als Schwimmtrainerin für die DLRG tätig. In 2015 hatte der Verein das Problem, dass es kaum Schiedsrichter gab. Seit sie das Amt der Schiedsrichterobfrau übernommen hat, ist sie immer auf der Suche nach geeigneten Kandidaten für die Tätigkeit eines Schiedsrichters. Oft wird sie bei den Jugendlichen im Verein fündig. 
Seit 2015 hat sie die Zahl der Schiedsrichter im TV Neuenburg von 2 auf 8 gesteigert. Die Tendenz dürfte steigend sein, da Tina schon die nächsten Kandidaten gefunden hat. Weil die Jugendlichen noch nicht über einen Führerschein verfügen, kümmert sich Tina darum, dass die Jungschiedsrichter die Lehrabende besuchen können, indem sie den Fahrdienst organisiert. Auch wenn sie jetzt zum Saisonende als Trainerin der zweiten Frauenmannschaft ausscheidet, um die G-Junioren zu übernehmen, hat sie alles dafür getan, um das Team zukunftsfähig aufzustellen. 
Birgit Groh engagiert sich seit 2000 im FSV Jever in den unterschiedlichsten Funktionen ehrenamtlich. Sie begann als Co-Trainerin mit ihrem Mann im Jugendbereich. Weiterhin übernahm sie Kassenprüfertätigkeiten und wurde im März 2010 in den erweiterten Vorstand gewählt, in dem sie die Tätigkeit der Sozialwartin seither ununterbrochen wahrnimmt. Sie hilft beim Catering bei den vereinseigenen Turnieren und hat mit ihrem Mann die Verwaltung des vereinseigenen Busses übernommen. Birgit Groh bekommt für ihre sämtlichen Tätigkeiten weder ein Entgelt noch eine Aufwandsentschädigung. 
Nach seiner Wahl in den geschäftsführenden Vorstand des FC RW Sande-Cäciliengroden hat sich Thomas Uphoff auf Anhieb vorbildlich nicht nur um sein originäres Aufgabengebiet gekümmert, sondern sich weit darüber hinaus in die Belange des Vereins eingebracht. Obgleich er beruflich mehr als ausgelastet ist, trainiert er seit zehn Jahren sehr erfolgreich Jugendmannschaften und war drei Jahre Schiedsrichter. Er ist in der Turnierleitung des Sande-Cups maßgeblich beteiligt, und durch sein handwerkliches Geschick hat er sich bei vielen Arbeiten im und am Vereinsheim eingebracht.

Text: Klaus Diekmann
Bild: Nordwest-Zeitung

                                                                                                              

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Seite zuletzt aktualisiert am: 19.01.2019

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