27.08.2021

Einmalige Kulisse auf Helgoland für Kicker aus Sengwarden/Fedderwarden

Auch wenn am Ende logistisch nicht alles nach Plan lief, war das Testspiel der Kreisklassen-Fußballer der SG Sengwarden/ Fedderwarden gegen den Polizei SV Braunschweig auf der einzigen deutschen Hochseeinsel Helgoland ein voller Erfolg. „Der Aufwand hat sich wirklich gelohnt“, sagt Initiator Björn Först nach der Rückkehr aufs Festland. „Das Wetter war hervorragend, das Bier hat schon bei der Anreise geschmeckt – alle Beteiligten sind voll auf ihre Kosten gekommen. Vor allem die zahlreichen Groundhopper aus ganz Deutschland, die nun einen weißen Fleck auf ihrer Fußball-Landkarte weniger haben.“ 


Blick von oben auf den Fußballplatz der einzigen deutschen Hochseeinsel Helgoland.

Först, Abteilungsleiter bei der SG und selbst seit vielen Jahren bekennender „Sammler“ von Fußballplätzen, hatte die Partie mit den Kollegen aus Braunschweig federführend organisiert und war am Ende ganz schön platt, obwohl er das Trikot gar nicht übergestreift hatte. „Bis zum Anpfiff war das Stress pur für mich. Wir haben viel Zeit und Herzblut in die Organisation gesteckt und waren froh, dass alles irgendwie geklappt hat.“ Da beide Fähren, die die rund 600 angemeldeten Zuschauer vom Festland auf die Insel bringen sollten, Verspätung hatten, stand der Anpfiff kurzzeitig sogar auf der Kippe. Beide Teams, die bereits am Vortag überpünktlich und feuchtfröhlich angereist waren, standen zwar bereit – der Unparteiische Philip Eiben und seine Assistenten Andreas Hönen und Maximilian Kremer trudelten mit der Fähre aber erst wenige Minuten vor dem geplanten Spielbeginn auf Helgoland ein. 

„Da war der Puls natürlich entsprechend hoch“, gab Först zu. „Zum Glück ging es dann aber pünktlich los. Die Stimmung war überragend. Der Platz auf Helgoland ist wirklich einzigartig – schade, dass der Heimatverein VfL Fosite hier nur wenige Freundschaftsspiele austrägt. Der Besuch hier hat sich wirklich gelohnt, die Kulisse war einfach einmalig.“ 


Beste Bedingungen beim Spiel der SG Sengwarden/Fedderwarden gegen den Polizei SV Brauschweig auf Helgoland.


Der Andrang war groß bei der Partei auf Helgoland. 600 Fans wollten sich das nicht entgehen lassen.

Da es in Deutschland unzählige selten bespielte „Lost Grounds“ wie den auf Helgoland gibt, dürstet es die Groundhopper-Szene nach einer Neuauflage im kommenden Jahr. „Bei mir rennen die Jungs mit ihren Wünschen natürlich offene Türen ein“, sagt Först und klagt über blaue Flecken vom vielen Schulterklopfen. „Es gibt schon viele konkrete Vorschläge für nächstes Jahr. Wir können uns auch vorstellen, diese Aktion jedes Jahr in einem anderen Stadion zu wiederholen. Vielleicht sogar im benachbarten Ausland – aber das ist noch Zukunftsmusik. Jetzt genießen wir erst einmal den rundum gelungenen Auftakt. Denn eines muss klar sein: Im Vordergrund steht immer die Mannschaft, und die Jungs hatten viel Spaß.“ 


Gleich zwei Tore steuerte Sascha Zaage beim 6:0 Erfolg der SG Sengwarden/Fedderwarden bei.

Ach ja, Fußball gespielt wurde natürlich auch noch: Im Duell mit den Braunschweigern sorgten die „Dorfkicker“ schnell für klare Verhältnisse. Tom Müller (13., 44.) und Jascha Zaage (15, 24.) trafen per doppeltem Doppelpack zum 4:0-Pausenstand. Gastspieler Dominic Mauritz und erneut Müller sorgten nach dem Wechsel für den klaren 6:0-Testspielerfolg der Spielgemeinschaft.

Text: Carsten Conrads (Wilhelmshavener Zeitung)
Bilder: STOPF (2), Först (3)

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Seite zuletzt aktualisiert am: 17.09.2021

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