26.04.2021

Post-Fußballerinnen erlaufen hohen Spendenbetrag für gemeinnützige Organisationen

Wie alle anderen Fußballteams mussten auch die Spielerinnen der ersten und zweiten Frauenmannschaft des Post SV Oldenburg wegen der Corona-Pandemie eine Spielpause einlegen. Somit überlegten alle Beteiligten, wie sich die Mannschaften weiterhin fit halten könnten. Es wurde die Idee geboren, einen Spendenlauf ins Leben  zu rufen und ein Organisationsteam zusammen zu stellen, das die notwendigen Schritte dazu in die Wege leiten sollte.

Anfang Februar war dann der Zeitpunkt gekommen. mit dem Laufen zu starten. Die Spielerinnen hatten sich vorgenommen, 1929 Kilometer zu erlaufen in Anlehnung an das  Gründungsjahr des Post SV Oldenburg. Bis Ende des Monats waren die beiden Frauenmannschaften mit 54 Aktiven für den guten Zweck unterwegs. Dabei war es eine große Motivation für die Kickerinnen, dass für jeden gelaufenen Kilometer Spenderinnen und Spender gewonnen werden konnten. Am Ende hatten die Läuferinnen es geschafft, eine Strecke von über 2500 Kilometer zurück zu legen.

Es wurde bereits vor dem Start festgelegt, dass die Spenden dem ambulanten Hospizdienst Oldenburg sowie dem Tierheim Oldenburg zu Gute kommen sollen. Jeder Spender konnte selbst entscheiden, ob die Spenden aufgeteilt werden oder nur an eine Organisation gehen sollten. Der Großteil der Spender zeigte sich großzügig und honorierte die mehr gelaufenen Kilometer mit einem zusätzlichen Geldbetrag. Auch die beiden Mannschaften beteiligten sich mit einem Betrag aus der Mannschaftskasse, sodass zum Schluss eine Gesamtsumme von 5.400 € zusammen kommen konnte. 3.000 € entfielen auf den ambulanten Hospizdienst und 2.400 €  auf das Tierheim Oldenburg.

Jetzt fand im kleinen Kreis die Scheckübergabe an die beiden Organisationen statt. Beim ambulanten Hospizdienst Oldenburg wurden die Spielerinnen Merle und Stina sowie Trainer Olaf Seyen von Hilko Finke begrüßt. Der ehrenamtliche Mitarbeiter ist seit 2007 beim ambulanten Hospizdienst Oldenburg im Kinder- und Jugendbereich dabei.

In einer kleinen Gesprächsrunde erzählte er von seiner ersten Familie, die er betreute und der Ausbildung zum ehrenamtlichen Betreuer. Eine Ausbildung kann dabei 110 Stunden umfassen, welche nebenberuflich geleistet werden müssen; im Fall von Hilko Finke auch im Ruhestand, Im Anschluss führte er die beiden Spielerinnen und ihren Trainer durch das Haus, in dem Familien betreut werden, Seminare stattfinden und der Austausch untereinander im Vordergrund steht.


Über einen Spendenbetrag in Höhe von 3.000 Euro durfte sich Hilko Finke vom ambulanten Hospizdienst Oldenburg freuen. Die Spielerinnen Merle und Stina sowie Trainer Olaf Seyen vom Post SV Oldenburg waren die Überbringer der freudigen Nachricht (v.l.).

Einen Tag später ging es für die Post-Delegation zum Tierheim Oldenburg, wo man schon von der Tierpflegerin Lena Hauschild erwartet wurde. Vor dem obligatorischen Foto wurde eine kleine Runde durch das große Tierheim durchgeführt. Neben Hunden und Katzen gab es auch kleinere Tiere wie Vögel oder Hasen zu sehen. Vor allem die Schildkröten hatten es Merle und Anna angetan und wurden ausgiebig begutachtet. Im Tierheim werden insbesondere Spenden für Futter und ärztliche Untersuchungen benötigt. 


Tierheimmitarbeiterin Lena Hauschild (2.v.l.) durfte eine finanzielle Zuwendung von 2.400 Euro von den Spielerinnen Anna und Merle und Trainer Olaf Seyen (v.r.) vom Post SV Oldenburg in Empfang nehmen.

Alle Verantwortlichen des Post SV Oldenburg sind sich einig, mit dieser Lauf-Challenge wichtige Organisationen in ihrer Heimatstadt unterstützt zu haben. Das Geld wird hier dringend benötigt. Die Coronapause konnte somit gut überbrückt werden, und vielleicht lässt sich eine analoge Aktion im nächsten Jahr wiederholen.

Olaf Seyen (Post SV Oldenburg)
Bilder: Post SV Oldenburg

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Seite zuletzt aktualisiert am: 17.09.2021

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