13.11.2020

Sonntags ist "TuS-Tag" im Nordenhamer Stadtteil Einswarden

Die Neugründung des TuS Einswarden hat für eine Aufbruchstimmung gesorgt. Schon jetzt gehören dem Verein rund 80 Mitglieder an. Neben der Fußball- und der Boxabteilung gibt es unter anderem Pläne für eine E-Sport-Sparte.

5 Spiele, 5 Siege, 26 Tore: Die Erste Mannschaft des TuS Einswarden gilt in der 4. Fußball-Kreisklasse als großer Aufstiegsfavorit. Und der Vorsitzende Yasin Güngör ist sicher, dass die Kicker nach der Corona-Pause ihre Erfolgsbilanz ausbauen.

Es läuft gut für den Verein, der sich im September 2019 – 25 Jahre nach seiner Auflösung – neu gegründet hat. Und das macht Yasin Güngör nicht nur an den Ergebnissen der Fußballer fest, sondern vor allem an der Begeisterung, die der Neustart des altehrwürdigen Turn- und Sportvereins bei vielen Einswardern ausgelöst hat. Er schwärmt von der großen Gemeinschaft, von der Identifikation jedes einzelnen Mitglieds mit dem Verein, von der Unterstützung vieler Sponsoren im Stadtteil und von dem Stolz, mit dem die inzwischen knapp 80 Mitglieder das blau-rote Wappen tragen.

Verein für Einswarden

Zwei Fußball-Mannschaften kicken in der vierten Kreisklasse. Inzwischen könnten die Einswarder schon eine dritte Mannschaft anmelden. Yasin Güngor will unbedingt zur nächsten Saison eine Jugendmannschaft an den Start bringen. Während andere Vereine in der Wesermarsch aus Mangel an Spielern fusionieren müssen, mausert sich der TuS zu einem Selbstläufer.


Zum Vorstand des TuS Einswarden gehören (von links): Pressesprecher Melih Yildiz, Vorsitzender Yasin Güngör und der stellvertretende Vorsitzende Enes Calis.

Es herrscht Aufbruchstimmung im Verein. „Die Spieler kommen überwiegend aus dem Stadtteil“, sagt Yasin Güngör, der nicht nur Vorsitzender ist, sondern auch Trainer. Er schätzt, dass etwa 80 Prozent der Mitglieder türkische Wurzeln haben. Beabsichtigt ist das nicht. „Wir wollen kein türkischer Verein sein, sondern ein Verein für alle Einswarder“, betont Yasin Güngör. „Jeder ist willkommen.“

Disziplin und Fairness

Wenn die Fußballer ihre Heimspiele am Luisenhof austragen, herrscht am Spielfeldrand Hochbetrieb. Auf die Unterstützung ihrer Fans können sich die TuS-Kicker verlassen. „Sonntag ist TuS-Tag“, sagt Yasin Güngör. Der Vorsitzende ist einer der wenigen, die schon früher beim TuS Einswarden gekickt haben. Er weiß, dass der TuS einst über die Grenzen der Wesermarsch hinaus geachtet war – ein Aushängeschild für die Stadt Nordenham. „Da wollen wir wieder hin“, sagt Yasin Güngör.

Großen Wert legt der Vorsitzende dabei auf Disziplin und Fairness. „Das ist mir wichtiger als Ergebnisse“, sagt Yasin Güngör. Bisher habe beides gut geklappt. „Für unser Auftreten haben wir schon viel Lob bekommen – von den gegnerischen Mannschaften und sogar vom Fußballverband.“

Viele Ideen

Neben der Fußballsparte gibt es inzwischen auch eine Box-Abteilung. Ein Dutzend Mitglieder, überwiegend Erwachsene, trainieren seit einem halben Jahr unter der Leitung von Ömer Akdogan, der schon Erfahrungen als Profi-Kämpfer gesammelt hat. Zwölf Frauen wollen eine Tanzgruppe gründen. Dafür brauchen sie aber noch eine Hallenzeit. Es gibt schon Anfragen, eine Billard-Sparte zu gründen. Eine E-Sport-Abteilung soll auf den Weg gebracht werden. „Wir wollen versuchen, alle Interessen abzudecken“, sagt der stellvertretende Vorsitzende Enes Calis.

Text und Bild: Jens Milde (Nordwest-Zeitung Lokalredaktion Wesermarsch)

Zurück
Seite zuletzt aktualisiert am: 04.12.2020

Regionale Sponsoren