Goldene Ehrennadel für Klaus Linke

Goldene Ehrennadel für 44 Jahre Fußballleidenschaft
Auf dem Gründungskreistag des NFV-Kreis Jade-Weser-Hunte wurde Klaus Linke vom VfL Bad Zwischenahn für seine großen Verdienste um den Fußballsport mit der goldenen Ehrenadel des Niedersächsischen Fußballverbandes ausgezeichnet. Die Laudatio für den Ammerländer nahmen Eugen Gehlenborg, DFB-Vizepräsident, sowie der Bezirksvorsitzende Weser Ems Dieter Ohls vor, die seinen großen und nimmermüden Einsatz über all die Jahre besonders hervorhoben.
1974 begann er seine ehrenamtliche Aufgabe mit der Trainertätigkeit in seinem Stammverein und dann als Jugendleiter. Von 1977 bis 2014 sah man ihn an jedem Wochenende als Schiedsrichter auf den Ammerländer Sportplätzen. Die Beisitzertätigkeit im Bezirkssportgericht übt er seit 1981 aus, wird aber aus diesem Gremium in Kürze ausscheiden. Als Ehrenamtsbeauftragter im NFV-Kreis Ammerland fungierte er seit 1999 bis zur Auflösung des Fußballkreises jetzt im Juni 2018. Zudem führte er den Lehrausschuss im Ammerland sechs Jahre lang bis 2007.
Die längste Zeit verbrachte Klaus Linke aber als Mitorganisator der deutsch-amerikanischen Jugendaustauschbegegnungen mit den Jugendfußballverbänden in Kalifornien und Nevada. Zwischen 1981 und 2004 nahm er an zahlreichen Maßnahmen des FSV Westerstede und VfL Bad Zwischenahn sowie des NFV-Kreis Ammerland hier und in den USA teil. Allein achtmal weilte er zu Besuchen  an der amerikanischen Westküste.
1997 erhielt er die silberne NFV-Ehrennadel und fünf Jahre später die Verdienstnadel des DFB. Ganz auf den Fußball will Klaus Linke, der im August 77 Jahre alt wird, aber nicht verzichten. Als Beisitzer im Ehrenamtsausschuss will er sich noch etwas in den neuen Fußballkreis einbringen.

Autor: Jürgen Hinrichs

Die goldene Ehrennadel des NFV sowie eine dazugehörige Urkunde nahm Klaus Linke aus den Händen von DFB-Vizepräsident Eugen Gehlenborg (re.) und dem Bezirksvorsitzenden Dieter Ohls (lks.) entgegen.

Bild: Heino Schmidt

Bericht vom Gründungskreistag

Neuer Fußballkreis will mit den Vereinen zu neuen Ufern
Aus bisher fünf Fußballkreisen wird der Kreis Jade-Weser-Hunte.
Der neue Fußballkreis Jade-Weser-Hunte ist aus der Taufe gehoben und hat seine Arbeit begonnen. Nachdem die ordentlichen Kreistage der bisherigen NFV-Kreise Ammerland, Friesland, Oldenburg-Stadt, Wesermarsch und Wilhelmshaven vorab jeweils einstimmig die Auflösung ihrer Fußballverbände zum 30. Juni 2018 bei gleichzeitigem Übergang in den Kreis Jade-Weser-Ems mit Wirkung zum 1. Juli 2018 beschlossen hatten, stand der Gründung des Großkreises nichts mehr im Wege.
Gut 300 Vereinsvertreter, Gäste und Ehrenmitglieder wohnten der harmonischen Versammlung im Gasthof Müller in Spohle bei. Fünf Jahre schraubten primär die ehemaligen Kreisvorsitzenden Dieter Tempel (Ammerland), der in 2017 plötzlich verstorbene Heinz Lange sowie Andreas Schumacher (beide Friesland), Manfred Walde (Oldenburg-Stadt), Thorsten Böning (Wesermarsch) und Uwe Reese (Wilhelmshaven) an der neuen Organisation.
Sorgfalt und Gründlichkeit hatten den Vorrang gegenüber einer überhasteten Schnelligkeit. Stein für Stein musste gesetzt werden, bis das neue Haus endlich stand. Es zeigte sich, dass auf Grund sehr vieler unterschiedlicher Regelungsmechanismen in den einzelnen Kreisen, vor allem im Spielbetrieb, im Schiedsrichterwesen sowie in den Qualifizierungsausschüssen, die Abstimmgespräche deutlich mehr Zeit brauchen würden. Unzählige Stunden ihrer Freizeit opferten sie ihrem Ziel, dem Fußballsport im Nordwesten und damit den Vereinen und ihren Mitgliedern eine zukunftsweisende Perspektive zu geben.
Uwe Reese eröffnete als Ältester der fünf „Noch-Vorsitzenden“ den Kreistag und begrüßte die Anwesenden im vollgefüllten Saal, darunter DFB-Vizepräsident Eugen Gehlenborg und Bezirksvorsitzender Dieter Ohls. Beide hielten Grußworte wie auch der gastgebende Bürgermeister der Gemeinde Wiefelstede, Jörg Pieper. Sie beglückwünschten die Verantwortlichen zu diesem mutigen Schritt, sich zukunftsweisend aufzustellen. Ähnlich äußerten sich Kai Langer (Vorsitzender Kreissportbund Friesland) sowie der stellvertretende Landrat der Wesermarsch, Dieter Kohlmann.
Versammlungsleiter Eugen Gehlenborg übernahm das Procedere bei der Wahl des ersten Vorsitzenden des neuen Fußballkreises. Einziger Kandidat war Manfred Walde, bisheriger Vorsitzender des NFV-Kreis Oldenburg-Stadt. Er wurde einstimmig gewählt wie auch alle anderen Vorstandsmitglieder sowie die Kreismitarbeiter in den verschiedenen Gremien. 130 Personen werden sich um die Geschicke des Kreises kümmern, der sich von Wangerooge bis Lemwerder sowie von Augustfehn nach Blexen erstreckt.
Der Vorstand des Fußballkreises Jade-Weser-Hunte setzt sich wie folgt zusammen: Vorsitzender Manfred Walde; stellvertretende Vorsitzende: Dr. Peter Wengelowski, Andreas Schumacher, Johann Meyeraan, Dieter Tempel; Schatzmeister Ottmar Bittner sowie Björn Jacobitz (Finanzen); Schriftführer: Jürgen Hinrichs; Herrenspielausschuss: Horst Rickels; Jugendausschuss. Thomas Sühling; Frauen- und Mädchenfußball: Sylvia McDonald; Schiedsrichterausschuss: Dennis Hohmann; Ausschuss für Qualifizierung: Wilco Uitslag; Ausschuss für Öffentlichkeitsarbeit: Jürgen Hinrichs; Ehrenamtsbeauftragter und Sozialwart; Thorsten Böning und Vorsitzender Sportgericht Gerd Kozlowski. Um den Stellenwert des Mädchen- und Frauenfußballs deutlich zu erhöhen, hatte die Versammlung vorher beschlossen, dafür einen eigenen Ausschuss zu installieren.
Bundesweit ist es ein Novum, dass sich fünf Kreise zu einer neuen Organisationseinheit zusammengeschlossen haben. Die neue Einheit ist nunmehr der viertgrößte Kreis im Verbandsgebiet.  In 123 Vereinen sind 29.500 Fußballer organisiert. Die meisten Fußballer sind im Kreis Ammerland beheimatet, der auch den größten Mitgliederanteil gemessen an der Bevölkerungszahl besitzt. Unter dem Durchschnittssatz von 5,3% liegen die beiden Städte Oldenburg sowie Wilhelmshaven. Der Anteil der Frauen und Mädchen bei den Mitgliedern beträgt 15%.
Die negative demografische Entwicklung in Deutschland - vor allem die Stagnation bzw. der Rückgang von Menschen im Kindes- und Jugendalter - hat auch in den Regionen des neues Fußballkreises Jade-Weser-Hunte ihre Spuren hinterlassen. Von 2010 bis heute hat der Fußball in den fünf Altkreisen rund 1.800 Mitglieder verloren.
Die Fusion der fünf bisherigen Fußballkreise Ammerland, Friesland, Oldenburg.-Stadt, Wesermarsch und Wilhelmshaven allein wird auf Dauer aber nicht ausreichen, um die Abwärtsspirale aufzuhalten. In vielen Bereichen müsse neue Wege beschritten werden, um das zweifellos vorhandene Potential und Interesse der Jugend am Fußballsport zu nutzen und  den Nachwuchs an die Vereine heranzuführen.
Über die enge Zusammenarbeit von Schule, Kindertagesstätte und Sportverein sollte der Ball im unmittelbaren Wohnumfeld, im Sozialraum der Kinder und Jugendlichen rollen. Die Achse Schule-Verein wird in den nächsten Jahren immer mehr an Relevanz gewinnen, da ein eindeutiger Trend zu den Ganztagsschulen besteht. Eine weitere Koordination und sogar Kooperation wird notwendig sein, um die sportlichen Aktivitäten zwischen Vereins- und Schulfußball miteinander zu verbinden und zu vernetzen.
Ein qualitativ stark und breit aufgestelltes Vorstands- und Organisationsteam wird in den nächsten Jahren die Voraussetzungen dafür schaffen müssen, nicht nur das flächendeckende Fußballangebot zu erhalten, sondern es weiter auszubauen und wieder mehr Jugendliche an den Fußballsport heranzuführen. Dafür bedarf es aber innovativer und nachhaltiger Maßnahmen sowie der Beschreitung neuer Wege mit unmittelbarer Einbeziehung und Mitwirkung der Vereine.
Jürgen Hinrichs

 Berichtsheft ( in PDF ) dazu zum Downloaden

Kreistag - Ehrungen
nachfolgend einige Fotos des Gründungskreistages vom 30.6.2018

Seite zuletzt aktualisiert am: 21.08.2018

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