1. FC Ohmstede gewinnt Kreispokalfinale in Rastede

Oldenburger sichern sich mit 4:1-Erfolg in Rastede den Kreispokal

Der 1. FC Ohmstede hat das Finale des Fußball-Kreispokals Jade-Weser-Hunte gewonnen. Auf dem Kunstrasenplatz in Rastede setzte sich die Mannschaft von Trainer Robert Heetderks am Mittwochabend mit 4:1 (2:0) gegen den FSV Jever durch und sicherte sich damit bereits den dritten Kreispokalsieg innerhalb der vergangenen vier Spielzeiten.

Vor einer stimmungsvollen Kulisse entwickelte sich von Beginn an eine intensive und spannende Begegnung zwischen zwei Mannschaften, die sich den Finaleinzug mit starken Leistungen verdient hatten. Während Ohmstede früh die Spielkontrolle übernahm, hielt der FSV Jever mit großem Einsatz dagegen und ließ sich auch von Rückschlägen nicht aus dem Konzept bringen.

Frühe Führung für Ohmstede

Die Oldenburger erwischten den besseren Start und gingen bereits in der 12. Minute durch Lars Walker mit 1:0 in Führung. Nur wenige Minuten später erhöhte der 1. FC Ohmstede auf 2:0. Nach einer missglückten Klärungsaktion landete der Ball im Jeveraner Tor. Der FSV hatte durchaus seine Möglichkeiten. Besonders Lasse-Yannik Patelt kam früh zu einer guten Ausgleichschance, scheiterte jedoch am gegnerischen Schlussmann.

Schlüsselszene vor der Pause

Für einen Wendepunkt sorgte die 32. Minute. Nach einem Handspiel auf der Torlinie sah Torben Remmers vom FSV Jever die Rote Karte. Den fälligen Strafstoß parierte FSV-Torhüter Christian Kröppel jedoch glänzend und hielt seine Mannschaft damit im Spiel.Trotz Unterzahl kämpften die Jeveraner weiter leidenschaftlich und verhinderten bis zur Halbzeit einen weiteren Gegentreffer.

Jever zeigt Moral

Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich der FSV deutlich mutiger und setzte die Ohmsteder zunehmend unter Druck. Dennoch gelang zunächst dem Favoriten der nächste Treffer. Kai Stölting erhöhte in der 63. Minute auf 3:0.

Doch Jever gab sich nicht auf. Nur drei Minuten später sorgte Malte Wobbe mit dem 1:3 für neue Hoffnung bei den zahlreichen FSV-Anhängern. Die Mannschaft von Trainer Sven Glöckner zeigte nun große Moral und versuchte, das Spiel noch einmal spannend zu machen.

Turbulente Schlussphase

In der 83. Minute wurde es erneut hektisch. Ohmstedes Torhüter Simon Menzen sah nach einem Foulspiel außerhalb des Strafraums ebenfalls die Rote Karte. Damit standen beide Teams wieder mit zehn Spielern auf dem Feld.

Kurz darauf forderte der FSV Jever nach einem vermeintlichen Handspiel im Strafraum einen Elfmeter. Der erhoffte Pfiff blieb jedoch aus. Die Jeveraner warfen in den Schlussminuten noch einmal alles nach vorne, wurden aber kurz vor dem Abpfiff ausgekontert. In der 90. Minute sorgte Fieseler mit dem Treffer zum 4:1-Endstand für die endgültige Entscheidung.

Verdienter Pokalsieger, starker Finalist

Unter dem Strich ging der Sieg des 1. FC Ohmstede in Ordnung. Die Oldenburger waren über weite Strecken die spielbestimmende Mannschaft und nutzten ihre Chancen konsequent. Gleichzeitig verdiente sich der FSV Jever großen Respekt für seinen leidenschaftlichen Auftritt. Trotz langer Unterzahl kämpfte die Mannschaft bis zum Schluss, zeigte Moral und machte das Finale insbesondere in der zweiten Halbzeit zu einer spannenden Angelegenheit.

Während der 1. FC Ohmstede ausgelassen den Pokalsieg feiern durfte, konnte auch der FSV Jever auf eine starke Pokalsaison zurückblicken. Beide Mannschaften lieferten dem Publikum in Rastede ein intensives und würdiges Kreispokalfinale 2026.

Tore: 1:0 Walker (12.), 2:0 Eigentor/Stasch (20.), 3:0 Stölting (63.), 3:1 Wobbe (66.), 4:1 Fieseler (90.)

Besondere Vorkommnisse: Rote Karte Torben Remmers (32.), gehaltener Strafstoß Christian Kröppel, Rote Karte Simon Menzen (83.)


Autor: Rolf Oppenländer (Text), Foto Eiben (alle Fotos)